Wer ich bin
Sexualität ist für mich kein Funktionsbereich, sondern ein Erfahrungsraum. Ein Raum, in dem Nähe, Lebendigkeit, Unsicherheit und Lust gleichermassen Platz haben dürfen. In meiner Arbeit als Sexualtherapeutin begleite ich Menschen dabei, wieder in Kontakt mit sich selbst und ihrem Körper zu kommen – in einem sicheren, wertfreien und körperzentrierten Rahmen.
Mein beruflicher Weg ist vielfältig und hat mich über unterschiedliche Stationen zu meiner heutigen Arbeit geführt. Aufgewachsen in Zürich und geprägt durch zahlreiche Begegnungen habe ich früh gelernt, mich in verschiedenen Kontexten zu bewegen und mit Menschen in Kontakt zu sein. Dabei stand für mich von Anfang an im Zentrum, was es braucht, damit Menschen sich gesehen, ernst genommen und sicher fühlen können. In verschiedenen beruflichen Zusammenhängen habe ich erfahren, wie wesentlich es ist, fein wahrzunehmen, was Menschen brauchen, und Räume zu gestalten, in denen Begegnung auf Augenhöhe möglich wird. Die Arbeit mit Menschen aus verschiedenen sozialen Schichten und Lebensentwürfen hat mich darin geprägt, wertfrei zu begleiten und mich auf Vielfalt einzulassen.
Aus diesen Erfahrungen heraus vertiefte sich zunehmend mein Interesse an körper- und erfahrungsorientierten Zugängen. Über 250 Ausbildungsstunden in Körperarbeit, Breathwork, Tanz- und Bewegungsarbeit sowie die Auseinandersetzung mit Musik als Ressource für Lust und Lebendigkeit prägen bis heute meine therapeutische Arbeit. Darüber hinaus haben Begegnungen und längere Aufenthalte in verschiedenen kulturellen Kontexten meinen Blick auf Sexualität erweitert und mir gezeigt, wie vielfältig sie gelebt und erfahren werden kann.
Wie ich arbeite
Ich arbeite ressourcenorientiert und entpathologisierend. Nicht das, was „nicht funktioniert“, steht im Mittelpunkt, sondern das, was bereits da ist und sich zeigen möchte. Meine Rolle verstehe ich als begleitend und impulsgebend. Veränderung entsteht aus der eigenen Erfahrung heraus, im Kontakt mit sich selbst und im Kontakt mit dem Gegenüber – ich halte den Raum und vertraue auf die Sprache des Körpers. Eine persönliche Überzeugung, die meine Arbeit prägt, ist, dass Sexualität nichts ist, was geleistet oder optimiert werden muss. Sie darf sich entwickeln – im eigenen Tempo und jenseits von Normvorstellungen.
Meine Arbeit richtet sich an Einzelpersonen und Paare unterschiedlicher sexueller Identitäten, sexueller Orientierungen und Beziehungsformen. Begleitungen biete ich auf Deutsch und Englisch an.
Qualifikation
Ich bin «Dipl. Sexualtherapeutin ISP» und arbeite nach dem körperzentrierten Ansatz des Sexocorporel. Meine fachliche Grundlage wird ergänzt durch eine fundierte Ausbildung im körper- und erfahrungsorientierten Arbeiten.
Regelmässige Supervision und kontinuierliche Weiterbildung sind für mich selbstverständlicher Bestandteil meiner Arbeit.